MEDIZINISCHES LEXIKON


- A -

Allergie:

Als eine Allergie„die Fremdreaktion“, von altgriechisch allos, „anders, fremd, eigenartig“ und ergon, „die Arbeit, Reaktion“) wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, durch entzündliche Prozesse ausgelösten Symptomen äußert.



- B -

Bakterien:

Medizinische Bedeutung
Bakterien spielen im menschlichen Körper eine große Rolle. So leben im menschlichen Darm eine Vielzahl von Bakterien als sog. Darmflora, die die Verdauung fördern. Die Haut des gesunden Menschen ist von harmlosen Bakterien besiedelt, die die sog. Hautflora bilden. Besonders hohe Bakterienzahlen finden sich auf den Zähnen. Bakterien können aber auch als Krankheitserreger wirken. Einige Bakterien verursachen eitrige Wundentzündungen (Infektionen), Sepsis (Blutvergiftung) oder die Entzündung von Organen (z.B. Blasen- oder Lungenentzündung). Um diesen Erkrankungen vorzubeugen, wurden von der Hygiene, einem Fachgebiet der Medizin, zwei Methoden zum Kampf gegen Bakterien entwickelt:
Sterilisation ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe medizinische Geräte und Materialien keimfrei gemacht werden.
Desinfektion ist ein Verfahren, um die Zahl von Bakterien auf der Haut oder Gegenständen stark zu vermindern (z.B. mit Händedesinfektionsmitteln).



- C -



- D -

Desinfektion:

Laut dem Deutschen Arzneimittelbuch (DAB) bedeutet "Desinfektion": "Totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann".
Zur Desinfektion verwendet man verschiedene Desinfektionsmittel. Je nach ihrem Einsatzort werden Händedesinfektionsmittel, Flächendesinfektionsmittel und Instrumentendesinfektionsmittel unterschieden.
Technisch unterscheidet man zwischen Desinfektion und Sterilisation. Von Desinfektion spricht man bei einer Keimreduktion um einen Faktor von mindestens 105, soll heißen: von ursprünglich 100.000 vermehrungsfähigen Keimen (so genannte koloniebildende Einheiten - KBE) überlebt nicht mehr als ein Einziger. Ab einem Faktor von mindestens 106 wird von Sterilisation gesprochen.
Bei der Desinfektion der Hände unterscheidet man zwischen der so genannten "hygienischen" und der "chirurgischen" Händedesinfektion



- E -

Entzündung:

Eine Entzündung (lateinisch-medizinisch Inflammatio, eingedeutscht Inflammation) ist eine charakteristische Antwort von biologischem Gewebe auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten Reiz mit der Funktion, den Schädigungsreiz zu beseitigen oder zu reparieren. Eine Entzündung kann in einem umschriebenen Gebiet oder als systemische Entzündungsreaktion vorliegen.
Das Geschehen wird meist mit einer Kombination des betroffenen Organs mit der griechischen Endung -itis gekennzeichnet, z. B.:
· Arthritis (Gelenksentzündung)
· Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
· Dermatitis (Hautentzündung)
· Otitis (Ohrenentzündung)
· Ausnahme:
o Pneumonie = "Lungenentzündung", obwohl die Endung "-itis" fehlt
Die Entzündungsreaktion wird vom Bindegewebe, den Blutgefäßen und dem Immunsystem getragen.
Kennzeichen einer Entzündung:
Die fünf Entzündungszeichen (Bearbeiten)
· 1. Rötung = lat. rubor
· 2. Überwärmung = lat. calor
· 3. Schwellung = lat. tumor
· 4. Schmerz = lat. dolor
· 5. eingeschränkte Funktion = lat. functio laesa
Diese fünf Zeichen sind nicht immer direkt erkennbar oder auch nur teilweise nachweisbar. Eine Magenschleimhautentzündung beispielsweise macht vor allem Schmerzen nach dem Essen, sie ist meist durch eine massive Übelkeit gekennzeichnet.

Eiter:

Eiter (lat. pus; pyogen = eiterbildend) ist eine entzündliche Körperflüssigkeit, die aus so genannten "Eiterkörperchen" (neutrophilen, polymorphkernigen Leukozyten), eingeschmolzenem Gewebe und wenig Serum besteht. In der Medizin des 19. Jahrhunderts gab es den Begriff des pus bonum et laudabile, des guten und lobenswerten Eiters. Gemeint war hier der rahmig-gelbe Staphylokokken-Eiter, ohne den eine Wundheilung damals nicht stattfand.
Pathogenese: Die Einschmelzung des Gewebes erfolgt dabei durch Einwirkung von proteolytischen Enzymen, die von den Leukozyten oder - im Fall einer infektiösen Ursache - von den pyogenen Erregern gebildet werden.
Eiter hat eine unterschiedliche Viskosität (von dünnflüssig bis dick) und unterschiedliche Farben (von blassgelb bis grün und - im Falle von Pseudomonas-Infektionen - blaugrün). Auch der Geruch hängt von der beteiligten Bakterienart ab; bei Infektionen mit E.coli beispielsweise riecht der Eiter nach Fäkalien
Fungizid:
Ein Fungizid ist ein chemischer oder biologischer Wirkstoff, der Pilze oder ihre Sporen abtötet oder ihr Wachstum für die Zeit seiner Wirksamkeit verhindert.



- F -



- G -

Gewebearten:

Bei allen Wirbeltieren, insbesondere beim Menschen und fast allen Wirbellosen, mit Ausnahme der Gewebelosen wie zum Beispiel den Schwämmen, lassen sich vier Grundgewebearten unterscheiden:
· Epithel - Zellschichten, die alle inneren und äußeren Oberflächen bedecken.
· Binde- und Stützgewebe - Gewebe, das für strukturellen Zusammenhalt sorgt und Zwischenräume füllt (hierzu gehört auch Knochen, Knorpel und Fettgewebe) und im weitesten Sinne weitere spezialisierte Gewebe (Blut, freie Zellen) hervorbringt.
· Muskelgewebe - Zellen, die durch kontraktile Filamente für aktive Bewegung spezialisiert sind.
· Nervengewebe - Zellen, aus denen Gehirn, Rückenmark und periphere Nerven aufgebaut sind.
Einige Autoren rechnen auch Gewebsflüssigkeit, bzw. flüssige Gewebe wie das Blut und die Lymphe unter die Grundgewebearten, andere betrachten sie als besondere Gewebsform.



- H -

Haut:

Beim Piercen werden verschiedene Arten von körpereigenem Gewebe verletzt, je nach Art dieses Gewebes ergeben sich unterschiedlich lange Abheilzeiten und eventuell auch Komplikationen. Piercingrelevante Gewebearten sind: Haut, Schleimhaut, Muskel und Knorpel.
Aufbau der Haut:
Die äußere Haut (Cutis) gliedert sich prinzipiell in 3 Hauptschichten:
· Oberhaut (Epidermis)
· Lederhaut (Dermis oder Corium)
· Unterhaut Subcutis)
Die Haut bildet gegenüber der Aussenwelt einen hochspezialisierten Schutzwall mit vielfältigen Aufgaben: · Schutz vor Kälte, Hitze und Strahlung. · Schutz gegenüber Druck, Stößen und Reibung. · Schutz bei chemischen Schädigungen. · Schutz vor dem Eindringen von Mikroorganismen. · Schutz vor dem Verlust von Wasser und Wärme. Die Haut hat einen pH-Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Durch diesen Säureschutzmantel wirkt die Haut aktiv gegen das Eindringen fremder Keime. Die Haut hat die Möglichkeit, bestimmte Wirkstoffe zu resorbieren und sie unterstützt durch ihre Durchblutung die Regulation von Kreislauf und Körperwärme. Ganz wichtig ist auch die Funktion der Haut als das größte Sinnesorgan des Menschen. Über die Haut nehmen wir Vibration und Schmerz wahr. Wir können tasten und empfinden Druck- und Temperaturreize. Für alle diese Empfindungen gibt es Fühler, sogenannte Rezeptoren in unserer Haut. Zwischen den Rezeptoren für Wärme und Schmerz gibt es einen entscheidenden Unterschied. An Temperaturen kann man sich zunehmend gewöhnen, wenn das langsam geschieht. Bei Schmerzreizen ist das nur in sehr geringem Umfang möglich. Das ist auch ganz wichtig, damit der Schmerz seine Funktion als Warnzeichen behalten kann. Von außen nach innen gesehen besteht die Haut, die auch Cutis genannt wird, aus folgenden Schichten: · Oberhaut oder Epidermis, · Lederhaut oder Corium und · Unterhaut oder Subcutis. Begrenzt wird die Haut durch die allgemeine Körperfaszie, die aus sehr festen Fasern, den sogenannten Kollagenfasern besteht. Die Haut wird bei fast allen Piercing beschädigt (Ausnahmen sind reine Schleimhautpiercings).

Hautdesinfektion:

Eine Hautdesinfektion vor Eingriffen ist auf jeden Fall durchzuführen. Zuerst muss die betroffene Hautstelle mit einem zugelassenen Hautdesinfektionsmittel auf Alkoholbasis entfettet werden, der zweite Schritt ist eine Hautdesinfektion am besten mit einem jodhaltigen Hautdesinfektionsmittel unter Einhaltung der Einwirkzeit und anschließend eine zweite Hautdesinfektion mit einem alkoholischen Hautdesinfektionsmittel unter Einhaltung der Einwirkzeit. Die Kombination von alkoholischen und jodhaltigen Desinfektionsmitteln deckt ein breites Keimspektrum ab. Auf jeden Fall ist auch immer eine Wischdesinfektion notwendig, d.h. nur benetzen der Körperstelle reicht nicht, es muss mit einer Sterilen Tupferklemme gewischt werden um die abgestorbenen Keime von der Eingriffsfläche zu beseitigen (Wischdesinfektion immer von innen nach außen in kreisender Bewegung).

Händedesinfektion:

In der Medizin versteht man unter Händedesinfektion ein Verfahren zur Verringerung der Keimzahl auf der Haut der Hände mit Hilfe von Händedesinfektionsmitteln. Ziel ist die Vermeidung der Übertragung von Krankheitserregern (insbesondere Bakterien und Viren) von einem Patienten zum nächsten und der eigene Schutz für im Gesundheitswesen beschäftigten Personen.
Die Hygienische Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Verhütung von Krankenhausinfektionen. Sie schützt den Patienten und auch das ärztliche und pflegerische Personal. Die Reihenfolge des Vorgehens ist strikt zu beachten.



- I -

Infektion:

Unter einer Infektion versteht man das aktive oder passive Eindringen, Anhaften und Vermehren von Krankheitserregern in einen Wirt (Makro-Organismus). Tritt durch die Vermehrung eine Schädigung des Wirtes mit entsprechenden Symptomen ein, entsteht aus der Infektion eine Infektionskrankheit. Der Wirt kann sich aber unter Umständen durchaus auch gegen die eingedrungenen Krankheitserreger wehren, ohne krank zu werden. Dann spricht man von einer inapparenten Infektion. Solche inapparenten Infektionen können dennoch durchaus eine Immunität gegen weitere Infektionen mit dem gleichen Erreger hinterlassen (Stille Feiung).
Jod:
Jodtinktur (Jod u. Jodkali in Alkohol): zur Hautdesinfektion/kleine Wunden
Die Braunfärbung von Povidon-Iod ist eine Eigenschaft des Präparates und zeigt seine Wirksamkeit an. Eine weitgehende Entfärbung weist auf die Erschöpfung der Wirksamkeit des Präparates hin.



- J -



- K -

Knorpel:

Knorpel gehört zu den geformten Bindegeweben und besitzt die besondere Eigenschaft der Druck- und Biegungselastizität wodurch Knorpelgewebe beim Nachlassen von Druck-, Zug- und Biegungskräften seine ursprüngliche Form wiedererlangt. Knorpelgewebe ist gefäß- und nervenfrei, die Ernährung erfolgt durch Diffusion von der Knorpeloberfläche her, d.h. er ernährt sich von dem ihn umgebenden Gewebe mit. Dadurch besitzt er eine sehr schlechte Wundheilung, da durch diese Diffusion nur wenig Nährstoffe in das verletzte Gewebe eindringen können. Der Piercer und Kunden haben bei folgenden Körperstellen mit Knorpelgewebe zu tun: Nase und Ohr.

Kreuzkontamination:

Als Kreuzkontamination bezeichnet man die direkte oder indirekte Übertragung von pathogenen (krankheitserregenden) Mikroorganismen von bereits kontaminierten auf nicht kontaminierte z.B. (Hautstellen).



- L -

Lidocain:

Lidocain (Handelsname: z.B. Xylocain®) ist ein Lokalanästhetikum vom Typ der Amide. Es ist vom Kokain abgeleitet, besitzt aber nicht dessen rausch- und suchterzeugende Komponente.
Lidocain wird in der Medizin und Veterinärmedizin als gut und schnell wirksames örtliches Betäubungsmittel häufig eingesetzt (Lokalanästhesie). Hierzu wird es entweder in das Gewebe eingespritzt (Infiltrationsanästhesie), um so ein kleineres Areal zu betäuben, wie es für die Naht einer Platzwunde oder ähnlichen kleineren Eingriffe notwendig ist



- M -

Mikrobiologie:

befasst sich mit "organisierten Einheiten", die so klein sind, dass sie mit bloßem Augen nicht sichtbar sind. : (Man braucht Vergrößerungsgeräte.)
· Aus allgemeinem (wissenschaftlichem) Interesse
o um mehr über ihre Bedeutung für die Umwelt des Menschen zu erfahren,
o Struktur und Eigenschaften dieser "organisierten Einheiten"en zu erforschen
o und sie - soweit möglich - in das System der Lebewesen einzuordnen (nicht alle sind Lebewesen)
· und mit Bezug auf ihre Nützlichkeit oder Schädlichkeit für; den Menschen.
Manche spielen eine Rolle:
o als Krankheitsursache bei Menschen, Tieren, Pflanzen. Und ihre Bekämpfung: Desinfektion/Sterilisation und Antibiotika
o bei der Lebensmittelherstellung- und Konservierung ("alte" Biotechnologie)
o als Produzenten nützlicher Produkte - insbesondere seitdem ihre Eigenschaften (gentechnisch) verändert werden können("neue" Biotechnologie)
o als Zerstörer von Menschen hergestellter Produkte/Gebrauchsgegenstände (Biodetoriation)
o bei der Abfallbeseitigung, wo ihre "zerstörerischen" Eigenschaften ausgenutzt werden können. (Biodegradation)

Muskel:

Muskelgewebe besteht aus langgestreckten Muskelzellen, ihre Hauptfunktion besteht darin, daß sich diese Muskelzellen verkürzen und Spannungen entwickeln können. Zusammen mit Muskelgewebe kommt immer Bindegewebe vor, welches am Aufbau der Muskeln beteiligt ist, die Muskeln gliedert, den Muskelzellen zur Befestigung dient und die Verkürzung des Muskelgewebes auf die Umgebung überträgt. Beim Piercen an folgenden Körperstellen wird Muskelgewebe verletzt: Zunge, Lippe, Cheek.



- N -

NACL:

Natriumchlorid (Kochsalz) NaCl ist das Natriumsalz des Chlorwasserstoffs.
In der modernen Medizin wird bei Blutarmut, z. B. nach starkem Blutverlust bei einer Operation oder einem Unfall, eine 0,9%ige Lösung von Natriumchlorid in Wasser zur Auffüllung des Blutvolumens intravenös verabreicht (Isotonische Kochsalzlösung). Sie ist isoosmotisch mit dem Blutplasma.
In der Antike und im Mittelalter galten Medikamente auf Salzbasis als reine Wundermittel. Die Haut Neugeborener wurde zu deren Stärkung mit Salz abgerieben. Es wurde in Wundverbänden, Pflastern, Salben, Pudern und Bädern eingesetzt. Besondere Bedeutung maß man der trocknenden und wärmenden Wirkung des Salzes bei. Man streute es in Wunden, um sie durch Austrocknung zu desinfizieren - eine recht schmerzhafte Prozedur, die in einer entsprechenden Redewendung Einzug in die deutsche Sprache gefunden hat.(2)
Noch heute werden Solebäder als Heilmittel eingesetzt. Kuraufenthalte am Meer in salzhaltiger Luft dienen der Behandlung von Atemwegserkrankungen. Wo dies nicht möglich oder zu teuer ist, werden Inhalationsgeräte eingesetzt, bei denen salziger Dampf eingeatmet wird Kochsalz wird auch zur Nasenspülung und zum Gurgeln verwendet.



- O -

Octenisept Spray:

Anwendung:
Soweit nicht anders verordnet, das Antiseptikum bei Bedarf auf die zu desinfizierende Schleimhaut bis zur vollständigen Benetzung aufbringen oder aufsprühen (1 Sprühstoß = 0,17 ml).

Art und Dauer der Anwendung:
o Das Antiseptikum auf die zu behandelnden Areale aufsprühen.
o Nach erfolgter Applikation und vor weiteren Maßnahmen ist eine Einwirkzeit von mindestens 1-2 Stunden einzuhalten.
o Da bisher nur Erfahrungen bei einer kontinuierlichen Anwendungsdauer von ca. 14 Tagen vorliegen, sollte das Antiseptikum nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden.
o Die Lösung nicht mit Antiseptika auf PVP-Iod-Basis auf benachbarten Hautarealen verwenden, da es in den Grenzbereichen zu starken braunen bis violetten Verfärbungen kommen kann.



- P -



- Q -



- R -



- S -

Schleimhaut:

Schleimhaut ist eine Haut, deren Oberfläche stets durch einen Schleimfilm feucht gehalten wird. Schleimhäute sind meistens sehr stark durchblutet, wodurch eine gute Wundheilung bei Verletzungen gegeben ist. Schleimhäute kommen in piercingspezifischer Hinsicht an folgenden Körperstellen vor: Nase, gesamter Oralbereich (Lippe, Zunge, Lippenbändchen), teilweise Genitalbereich.

Steril:

Der Begriff Steril bedeutet:
· keimfrei, d. h. frei von Mikroorganismen und Viren, siehe Sterilisation

Sterilisation :

Mit Sterilisation (auch: Sterilisierung) bezeichnet man Verfahren, durch die Materialien, Gegenstände von lebenden Mikroorganismen befreit werden.
Bei der Sterilisation eines Produktes, einer Produktverpackung (z.B. Lebensmittel, Pharmazeutika), eines Gerätes (z. B. Endoskop) oder einer Lösung werden (im Idealfall) alle enthaltenen Mikroorganismen und deren Sporen abgetötet, sowie Viren, Prionen (infektiöse Proteine), Plasmide und andere DNA-Fragmente zerstört.
In der Praxis gelingt eine vollständige Sterilisation nicht mit 100 %iger Sicherheit. Es wird deshalb eine Reduktion der Anzahl an vermehrungsfähigen Mikroorganismen um einen je nach Anwendungsbereich bestimmten Faktor (in Zehnerpotenzen) gefordert oder eine bestimmte Wahrscheinlichkeit der vollständigen Sterilisation. Zum Beispiel wird gefordert, dass der Restgehalt an vermehrungsfähigen Mikroorganismen in einer Einheit des Sterilisierguts höchstens 10-6 koloniebildende Einheiten beträgt, das heißt: In einer Million gleichbehandelten Einheiten des Sterilisierguts darf maximal ein vermehrungsfähiger Mikroorganismus enthalten sein.
In der technischen Abgrenzung zur Desinfektion wird bei der Sterilisation in der Regel eine um eine Zehnerpotenz höhere Wahrscheinlichkeit der volllständigen Sterilisation gefordert.



- T -



- U -



- V -

Vene:

Venen (lateinischer Singular vena, in fachsprachlichen Zusammensetzungen auch phlebo- vom griechischen Genitiv Singular f??ßa?, phlébas, zu altgriechisch f?e?, phleps, „Blutader“(1) (2)) oder deutsch Blutadern sind Blutgefäße, die das Blut zum Herzen führen. Die Venen des Körperkreislaufs transportieren sauerstoffarmes Blut, diejenigen des Lungenkreislaufs sauerstoffreiches Blut. Sauerstoffarmes Blut ist dunkler als sauerstoffreiches. Der Blutdruck in Venen ist deutlich niedriger als in Schlagadern (Arterien), sie gehören mit den Kapillaren und den Arteriolen zum Niederdrucksystem des Blutkreislaufs.
Das bläuliche Erscheinen der Hautvenen hängt nicht allein mit dem Sauerstoffgehalt des venösen Blutes zusammen. Hautvenen erscheinen vor allem deswegen blau, weil das langwellige rote Licht eine höhere Eindringtiefe in das Gewebe hat als das blaue und somit vom dunklen Blut der Venen absorbiert wird. Das kurzwellige blaue Licht hingegen wird reflektiert; somit erscheinen die Venen in einer Gewebstiefe von 0,5 bis 2 Millimetern blau.



- W -

Wasserstoff Peroxydem (H²O²) 3%(Piercing)

In der Medizin wird H2O2 zur lokalen Desinfektion des Zahngewebes und zur Blutstillung bei kleineren Eingriffen verwendet. Auch zur Entfernung des Wundsekretes bei Piercings geeignet.



- X -



- Y -



- Z -


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